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Social-Signals als Rankingfaktor

Social Signals als Rankingfaktor - Definition

Social-Signals als Ran­king­fak­tor: Was sind Social-Signals? Wie wer­den sie gemes­sen? Beein­flus­sen sie das Ran­king und wenn ja, wie stark?

Social-Signals als Rankingfaktor: Was sind Social-Signals?

Social-Signals als Ran­king­fak­tor stel­len zunächst rein tech­nisch gese­hen einen KPI dar. Der Begriff KPI steht für „Key Per­for­mance Indi­ca­tor“. Damit sind Mar­ke­ting­kenn­zah­len gemeint, die über einen bestimm­ten Leis­tungs­be­reich einer Web­sei­te Aus­kunft geben. Die Leis­tung kann dadurch mess­bar gemacht wer­den. So kann zum Bei­spiel ermit­telt wer­den, inwie­weit sich die Auf­wen­dun­gen in die ver­schie­de­nen Mar­ke­ting­kam­pa­gnen am Ende ren­tiert haben (ROI-Wert). 

Kurzer Exkurs: Was ist der ROI-Wert?

Der ROI (Return on invest­ment) gibt Aus­kunft dar­über, wie sehr sich die in die Wer­bung inves­tie­rten Gesamt­auf­wen­dun­gen am Ende der Kam­pa­gne als Gewinn ren­tiert haben. Wie sehr die ein­zel­nen Wer­be­maß­nah­men dage­gen zum Gewinn bei­getra­gen haben, wird durch den ROAS-Wert dar­ge­stellt.

Ergibt die Erfolgs­mes­sung einen schlech­ten ROI, muss nach den Ursa­chen für das Miss­ver­hält­nis gesucht wer­den. Schuld könn­te mög­li­cher­wei­se ein hoher Streu­ver­lust sein. Ein Streu­ver­lust liegt vor, wenn Wer­bung nach dem Gieß­kan­nen­prin­zip an eine zu gro­ße Zahl von Adres­sa­ten gerich­tet wird und dabei diei­gent­li­che Ziel­grup­pe ver­fehlt oder nur teil­wei­se erreicht wird. Die Wer­be­maß­nah­me ist also wenig effi­zi­ent, wodurch unnö­ti­ge Kos­ten ent­ste­hen.

Rückmeldungen aus Sozialen Netzwerken stellen einen KPI dar.

Neben dem ROI gibt es natür­lich noch viele wei­tere Bei­spiele für KPIs. Dazu muss man nur ein­mal kurz in die Para­me­ter von Google Ana­ly­tics rein­schauen. Zu den bekann­ten KPIs gehö­ren etwa die Con­ver­sion-Rate, die Bounce Rate oder die durch­schnitt­li­che Ver­weil­dauer. Es kön­nen aber auch User-Signa­le (Soci­al-Signals) sein, aus denen sich der Erfolg am Ende einer Soci­al-Media-Kam­pa­gne ablei­ten lässt. Die Prä­senz auf Social-Media ist für grö­ßere Unter­neh­men sehr wich­tig, denn wel­ches bekannte Unter­neh­men ist heut­zu­tage nicht auf Sozia­len Netz­wer­ken ver­tre­ten? Ich kenne kei­nes. Die Vor­teile lie­gen auf der Hand: Die Netz­werke kön­nen als Bühne für Adver­ti­sing, Influ­en­cer­mar­ke­ting sowie als Platt­form für Con­tent­mar­ke­ting genutzt wer­den. Dar­über hin­aus kann durch das Erzeu­gen von Traf­fic und den „star­ken“ Backlink das Ran­king der eige­nen Seite ver­bes­sert wer­den (sofern es sich um ein DoFol­low-Netz­werk han­delt). Ein wei­te­rer gro­ßer Nut­zen für die Unter­neh­men geht aus der Inter­ak­tion mit den Kun­den auf den Sozia­len Netz­wer­ken her­vor. Und genau um diese Inter­ak­tio­nen, den Social-Signals, soll es in die­sem Bei­trag gehen. Warum spie­len Social-Signals als Ran­king­fak­tor eine Rolle?

Spielen Social-Signals als Rankingfaktor eine Rolle? Definition Social-Signals

Social-Signals bil­den die Gesamt­heit der Rück­mel­dun­gen aus den Netz­wer­ken durch die Inter­ak­tion der Nut­zer mit dem Con­tent. Bei­spiel: Anzahl der Likes oder Sha­res bei Face­book oder die Menge der Ret­weets bei Twit­ter. Diese Inter­ak­tio­nen sind wich­tige Kenn­zah­len für die Ermitt­lung des Erfol­ges und der Reich­weite von Social-Media Kam­pa­gnen. Zudem sind Social-Signals als Ran­king­fak­tor bedeut­sam, da sie an Google ein Signal der Rele­vanz sen­den.

Social-Signals als Rankingfaktor: Wie werden Social-Signals gemessen?

Die Social-Signals kön­nen mit spe­zi­el­len Moni­to­ring-Tools gemes­sen wer­den. Diese sind meis­tens als Zusatz­funk­tion in den SMM-Tools schon ent­hal­ten. Bekannte Ver­tre­ter die­ser Tools sind zum Bei­spiel Hootsuite, Buf­fer oder Soci­al­Pi­lot. Es gibt jedoch auch reine Social-Moni­to­ring-Tools. 

Für die Ana­lyse grei­fen die Tools auf die Daten von Face­book, Google +, Lin­kedIn, Twit­ter und Pin­te­rest zurück. Sie zei­gen an, wel­che Inhalte auf die­sen Netz­wer­ken beson­ders oft geteilt und geliked wer­den. Dadurch kön­nen die Vor­lie­ben der Nut­zer im All­ge­mei­nen sowie sich anbah­nende Trends und Hypes erkannt wer­den. Daten über das Ver­hal­ten der Kon­kur­renz auf den Sozia­len Netz­wer­ken las­sen sich eben­falls erhe­ben und es kön­nen auch Influ­en­cer zu bestimm­ten The­men gefun­den wer­den. Für das Mar­ke­ting also alles sehr wert­volle Infor­ma­tio­nen, denn auf die­ser Grund­lage kön­nen die Unter­neh­men eine pas­sende Social-Media-Stra­te­gie ent­wi­ckeln.

Wie stark beeinflussen Social-Signals das Google-Ranking?

Social Signals als Rankingfaktor: Einfluss auf die Suchmaschinenoptimierung

Einfluss auf das Ranking zum Teil umstritten

Für die wer­ben­den Unter­neh­men sind diese Social-Signals des­halb wich­tig, weil sie dar­aus ein Feed­back für ihre Pro­dukte oder ihre Dienst­leis­tun­gen bezie­hen kön­nen. Ob die Inter­ak­tio­nen einen direk­ten Ein­fluss auf das Ran­king haben, ist jedoch umstrit­ten und wurde in den letz­ten Jah­ren von den Google-Spre­chern weder expli­zit bestä­tigt noch ver­neint. Selbst wenn es dazu ein expli­zi­tes State­ment von Google gege­ben hätte, könnte es heut­zu­tage wie­der ganz anders sein, da Google öfters mal am Algo­rith­mus her­um­dok­tert.

Social-Signals haben zumindest rankingfördernde Wirkung

Social Signals als Rankingfaktor signalisieren Google die Relevanz des Contents

Sehr wahr­schein­lich spie­len Social-Signals als Ran­king­fak­tor zumin­dest inso­fern eine Rolle, als dass sie an Google ein Signal der Rele­vanz sen­den. Daher haben sie auf einen Fall einen ran­king­för­dern­den Ein­fluss, sofern es sich bei den Signa­len nicht gerade um einen Shit­s­torm han­delt. Dies steht ent­ge­gen der offi­zi­el­len Äuße­rung von Matt Cutts (einem Google-Spre­cher und Soft­ware­ent­wick­ler) aus dem Jahre 2014. Gemäß sei­ner Aus­sage seien die Likes und Sha­res aus den Sozia­len Netz­wer­ken nicht crawl­fä­hig und könn­ten daher auch nicht das Ran­king beein­flus­sen.

Studien mit widersprüchlichen Ergebnissen

Zu einem ganz ande­rem Ergeb­nis kommt hin­ge­gen eine Stu­die zur Unter­su­chung der Ran­king­fak­to­ren von MOZ aus dem Jahre 2015. MOZ sieht in der Qua­li­tät und Quan­ti­tät der Social-Signals ein­deu­tig einen Haupt-Ran­king­fak­tor. Etwas vor­sich­ti­ger äußert sich dage­gen eine Stu­die von Search­metrics. Diese erkennt zwar einen Zusam­men­hang zwi­schen den Social-Signals und dem Ran­king. Sie betont jedoch, dass es auch Sei­ten gäbe, die ohne viele Social-Signals eben­falls gut ran­ken wür­den. Einen ein­deu­ti­gen Kau­sal­zu­sam­men­hang sieht Search­metrics daher nicht.

Es bleibt also, wie so oft bei Google, eini­ges im Ver­bor­ge­nen.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen:

Fach­ar­ti­kel von basic​t​hin​king​.de über die wich­tigs­ten Kon­su­men­ten-KPIs im Social-Media-Mar­ke­ting

Matt Cutts State­ment zu den Social-Signals auf You­Tube (2014)

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