Crea­tive Com­mons Lizen­zen rich­tig prü­fen und Abmahn­be­trug ver­mei­den

Crea­tive Com­mons Lizen­zen rich­tig prü­fen: Wel­che Lizenz­for­men es gibt, wie prüft man sie prüft und wie man Abmah­nun­gen fern­hal­ten?

Crea­tive Com­mons Lizen­zen prü­fen: Ver­schaf­fen Sie sich einen Über­blick über die wich­tigs­ten juris­ti­schen Fall­stri­cke und erfah­ren Sie, wes­halb „kos­ten­los“ nicht auto­ma­tisch „abmahn­si­cher“ bedeu­tet. Ler­nen Sie die Tricks der ille­ga­len Abmahn­schwind­ler ken­nen, auf die lei­der noch viel zu viele Leute her­ein­fal­len.

Crea­tive Com­mons Lizenzen:Welches Risiko beinhal­ten gemein­freie Bil­der?

Die Aus­gangs­lage ist, dass neben feh­ler­haf­ten Impres­sen und Daten­schutz­er­klä­run­gen Ver­stöße gegen das Urhe­berr­recht zu den größ­ten juris­ti­schen Risi­ken im Inter­net gehö­ren. Einige Sei­ten­be­trei­ber oder Blog­ger bestü­cken ihre Seite mun­ter mit Fotos aus der Google-Bil­der­su­che. Das Pro­blem ist: Lei­der sind die meis­ten davon urhe­ber­recht­lich geschützt. Genauso groß, wenn nicht grö­ßer, ist die Gefahr für die Betrei­ber von kom­mer­zi­el­len Web­sei­ten und Unter­neh­men. Hat man Pech und gerät an einen unlieb­sa­men Kon­kur­ren­ten, lan­det even­tu­ell irgend­wann mal eine Abmah­nung im Brief­kas­ten. Diese muss gar nicht mal ille­gal sein. Meis­tens wird schon vom vorn­her­ein eine fik­tive Lizenz­ge­bühr von 2.000 – 3.000 Euro ange­setzt, nach der sich im Falle eines Rechts­streits auch die Kos­ten­note des geg­ne­ri­schen Anwalts ori­en­tiert. Es kann also im Ernst­fall sehr schnell sehr teuer wer­den.

Spe­zi­ell in Deutsch­land lässt sich durch diese Art der “Rechts­pflege” schnell gutes Geld ver­die­nen. Es exis­tie­ren sogar Abmahn­ver­eine, die nur für die­sen Zweck gegrün­det wur­den. Dar­über hin­aus sind im Inter­net auto­ma­ti­sierte auto­ma­ti­sierte Späh-Pro­gramme im Umlauf, deren ein­zige Auf­gabe darin besteht, Web­sei­ten auf juris­ti­sche Feh­ler zu durch­su­chen. Was folgt, ist eine Abmah­nung, oft ver­bun­den mit einer lebens­lan­gen Unter­las­sungs­er­klä­rung. Durch diese Pra­xis wer­den viele Exis­ten­zen auf­stre­ben­der Klein­un­ter­neh­mer gleich am Anfang unter dem Deck­man­tel des fai­ren Wett­be­werbs und Ver­brau­cher­schut­zes zer­stört. Es liegt auf der Hand, dass die­ses poten­zi­ell sehr lukra­tive Geschäft auch schwarze Schafe anzieht.

Wie läuft die Masche ab?

Die Täter bie­ten Bil­der auf einer kos­ten­lo­sen Bild­da­ten­bank zum Down­load an. Die­sen Bil­dern legen sie zuvor die Erklä­rung bei, dass es sich um gemein­freie Bil­der mit einer CC0-Lizenz han­dele. Diese würde eigent­lich eine belie­bige Ver­wen­dung des Bil­des erlau­ben. Sobald eine bestimmte Anzahl von Bil­dern von den ahnungs­lo­sen Nut­zern her­un­ter­ge­la­den wurde, wird die Pas­sage mit der Zusi­che­rung der Lizenz­frei­heit aus der Bild­da­ten­bank ent­fernt oder durch eine rigo­rose Lizenz aus­ge­tauscht. Anschlie­ßend wer­den die Down­loa­der ange­schrie­ben und mit dem Ver­weis auf eine angeb­li­che Ver­let­zung des Urhe­ber­rechts abge­mahnt.

Pro­blem: Deut­sches Urhe­ber­recht kennt kei­nen gut­gläu­bi­gen Erwerb

Ermög­licht wird die­ses Ver­hal­ten durch die Tat­sa­che, dass das deut­sche Urhe­ber­recht kei­nen gut­gläu­bi­gen Erwerb kennt. Das bedeu­tet, dass man am Ende für die Ver­wen­dung der Bil­der fast immer zah­len muss, es sei denn, man kann zwei­fels­frei nach­wei­sen, dass für die Bil­der zum Zeit­punkt des Down­loads eine CCO-Eigen­schaft bestand. Die­ser Nach­weis kann oft nicht erbracht wer­den. Daran ändert auch die Tat­sa­che nichts, dass man beim Zeit­punkt des Down­loads guten Glau­bens war (bona fide) und nicht wis­sen konnte, dass die Lizen­z­ei­gen­schaf­ten rück­wir­kend mani­pu­liert wur­den. Durch diese Rege­lung soll eine Rechts­lü­cke ver­hin­dert wer­den, wodurch aber gleich­zei­tig der Abmahn­be­trug erst ermög­licht wird.

Wie kann man Lizenz­frei­heit der Crea­tive Com­mons Lizen­zen bewei­sen?

Vor dem Down­load der Bil­der ist es emp­feh­lens­wert, von der Text­pas­sage in der Bild­da­ten­bank, in der die Lizenz­frei­heit zuge­si­chert wird, einen Screen­shot mit Zeit und Datum zu machen. So kann man sich im Falle einer rück­wir­ken­den Ände­rung oder Mani­pu­la­tion der Zusi­che­rung bes­ser absi­chern. Im Netz gibt es ent­spre­chende Screen­shot-Tools. Zu beach­ten ist, dass die Screen­shots mit einem Zeit und Datums­stem­pel aus­ge­stat­tet sein müs­sen, der nicht mani­pu­lier­bar ist, etwa durch das Ändern der Sys­tem­zeit am PC. Ansons­ten hat der Nach­weis vor Gericht keine Beweis­kraft. Für die Auf­nahme rechts­si­che­rer Screen­shots leis­tet das Tool „Atomshot“ gute Dienste. Die­ses Tool wird von einer Kanz­lei ange­bo­ten und ist tat­säch­lich mit der Atom­uhr in Braun­schweig syn­chro­ni­siert, an deren Mes­sun­gen sich übri­gens auch andere Zeit­mess­ge­räte als Refe­renz ori­en­tie­ren. Eine Mani­pu­la­tion ist nahezu unmög­lich.

Wie wer­den die Crea­tive Com­mons Lizen­zen genau geprüft?

Auch bei kos­ten­lo­sen, legal ange­bo­te­nen Bil­dern kann es hin und wie­der vor­kom­men, dass für die Ver­wen­dung ein­zel­ner Bil­der spe­zi­elle Auf­la­gen gel­ten. Diese wer­den durch den Lizenz­um­fang fest­ge­legt. Es sind also Art und Umfang der Geneh­mi­gung genau zu prü­fen. So kann es vor­kom­men, dass das Bild zwar ver­än­dert und wie­der­ver­wen­det wer­den darf, aber nicht auf kom­mer­zi­el­len Web­sei­ten. So sind bei­spiels­weise auch die Bil­der aus Wiki­pe­dia nicht auto­ma­tisch alle kom­plett gemein­frei und auf belie­bige Art ver­wend­bar. Bei ihnen gibt es ver­schie­dene Lizenz­for­men (sog. CC-Lizen­zen, “Crea­tive Com­mons”). Han­delt es sich etwa um eine CC0-Lizenz (das ist die Lizenz­form, die am meis­ten erlaubt) ist das Bild zur Ver­wen­dung sowohl auf pri­va­ten als auch auf kom­mer­zi­el­len Web­sei­ten frei­ge­ge­ben. Es erfolgt eine Staf­fe­lung der Lizenz­klasse; je nach gestat­te­ten Umfang der Ver­wen­dung. Ver­stößt man gegen den Lizenz­um­fang, kann auch dies eine (legale) Abmah­nung zur Folge haben. Um dem zu ent­ge­hen, gibt es hier einen Über­blick über die ver­schie­de­nen Lizenz­for­men.

Robert Pohl: @pohl_seosuccess Guten Tag, mein Name ist Robert Pohl. Ich bin im Bereich Online-Marketing mit den Schwerpunkten SEO und Content-Erstellung tätig. Zusätzlich dazu kümmere ich mich um alle anderen reichweitesteigernden Maßnahmen im Rahmen des Marketings. Dabei steht für mich die Konkurrenzfähigkeit mit anderen Webseiten an erster Stelle. Bei meiner Arbeit reizt mich vor allem das SEO als "Werkzeug" zum Beeinflussen eines kompetitiven Prozesses im Rahmen des Rankings. Und natürlich auch das Erstellen des Contents als kreativer Prozess. Meine ersten SEO-Texte habe ich damals mehr oder weniger "ins Blaue hinein" in den Google-Index geschickt. Und war positiv überrascht, dass sehr viele davon prompt auf der ersten Seite gelandet sind und auch dort blieben. Derartig motiviert, entschloss ich mich, die kaufmännisch-juristische Branche zu verlassen und die ursprünglich nur als Nebenerwerb betriebene SEO-Tätigkeit zu meinem Beruf zu machen. Ich absolvierte mehrere einschlägige Weiterbildungen im Bereich Online-Marketing und sammelte anschließend Berufspraxis. Zu meinen bevorzugten Tätigkeiten gehört es, Start-Ups, die sich in der Anfangsphase  befinden, zu einer besseren Sichtbarkeit zu verhelfen. Doch auch etablierte Unternehmen können von meiner Arbeit profitieren. Beste Grüße Robert Pohl

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